Zinsrisikomanagement und Risikokennzahlenermittlung

Begriffe wie Modellierung nach Cox-Ingersoll-Ross oder Simulation nach Heath-Jarrow-Morton sind in letzter Zeit vermehrt aufgetaucht - doch was genau verbirgt sich dahinter?

Um Risikokennzahlen bei Finanzierungen ermitteln zu können, muss die zugrunde liegende Zinskurve für einen endlichen zeitlichen Horizont simuliert werden. In der Praxis gibt es dafür etliche Varianten, unter anderem das Cox-Ingersoll-Ross (CIR), Black-Scholes (BSO) oder das Heath-Jarrow-Morton (HJM) Modell. Bei diesen Modellen wird immer von Arbitragefreien Märkten ausgegangen.

Der KREDIT-MANAGER verwendet ein in Kooperation mit der Technischen Universität Wien, Institut für Versicherungs- und Finanzmathematik, entwickeltes, modifiziertes CIR-Modell zur Errechnung einer endlichen Anzahl von zukünftigen sogenannten „Pfaden“ je hinterlegter Zinsbindung (z.B. 3-Monats-EURIBOR).

Zur Simulation werden historische Daten herangezogen, welche nach Volatilitätskriterien gewichtet werden. Anhand der simulierten Pfade entsteht zum Zeitpunkt tx im Querschnitt eine glockenförmige, meist rechtsschiefe Verteilung der prognostizierten Zinssätze. Durch die Festlegung von Konfidenzniveaus können Simulationsparameter wie „Best-Case“, „Worst-Case“ und „Most-Likely-Case“ definiert werden. Die Ermittlung von Risikokennzahlen erfolgt nach Vorgabe, z.B. dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5% der (Risiko-)Zinssatz einen Wert von X % nicht übersteigen wird.

Der KREDIT-MANAGER errechnet mithilfe dieser Konfidenzniveaus das prognostizierte Zinsrisiko der einzelnen Finanzierungen und kumuliert diese Ergebnisse über selektierte Portfolios.

Die daraus resultierenden Kennzahlen bieten eine solide Entscheidungsgrundlage für die Maßnahmenplanung beim aktiven Risikomanagement.

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